Mainz – Deutschland 2010|

Von , März 21, 2010 3:07

Endlich Frühling, nach einem langen kalten Winter! Und dieser Frühling beginnt für mich am 27. Februar, einem Samstag, an dem I Muvrini ihre Europa-Tournee wieder aufnehmen, die sie am 5. Februar in Amphion begonnen haben. Auf dem Weg dorthin, von Amsterdam aus nach Mainz, ist es an der Grenze noch neblig und trüb, aber in Mainz dann Sonnenschein und 14 Grad. Ein Tag wie geschaffen, um I Muvrini wieder zu sehen!

Um 14h komme ich in der Christuskirche an, wo die Crew mit dem Aufbau der Bühne beschäftigt ist. Ich begrüße Laurent und gehe dann noch in die Stadt, um das schöne Wetter zu genießen. Als ich nach zwei Stunden zurückkomme, ist alles an seinem Platz und die Gruppe bereits eingetroffen. Der Soundcheck dauert seine Zeit, denn Mainz ist das erste Konzert der Gioia-Tour. Die Bandmitglieder sehen müde aus, und später erfahre ich von Mickey den Grund dafür: Sie kommen aus Paris, von einem Live-Konzert im Studio des französischen Radiosenders France Bleu, und die fünfstündige Fahrt im Wagen war sehr anstrengend und ließ wenig Zeit zum Schlafen.

Beim Soundcheck konzentriert sich die Band auf die neuen Songs. Als Alain “Elli a sanu” anstimmt, streckt Jean-Francois seinen Daumen nach oben, um mich zu fragen, ob ich den Song gut finde. Ja, natürlich gefällt er mir! Ein paar Abende später bin ich sogar der Meinung, dass es der beste Song des Konzertes ist und ich hoffe schon, ihn auf der neuen Single hören zu können, denn das Gioia-Album ist ja noch nicht erschienen…. Und der starke Tenor von Alain, der das Lied eröffnet, die schöne Begleitung von Cesar Anot und Loïc Taillebrest, und die volle kräftige Stimme von Jean-François, die in der Mitte des Songs dazukommt, sind bestimmt eine Garantie für den Erfolg des Titels.

Seit langem ist das Mainzer Konzert ausverkauft. Nachdem die Türen geöffnet werden, füllt sich die Kirche sehr schnell, bis niemand mehr einen freien Platz findet. Für mich gibt es ein Wiedersehen mit meinen deutschen Freunden Annette und Christian, die ich auch schon im August in Belgien getroffen habe. Es ist also nicht mehr so außergewöhnlich, eine längere Reise zu unternehmen, um ein I Muvrini-Konzert zu besuchen. Ungeduldig und voller Spannung haben wir darauf gewartet und sind nun glücklich, endlich hier zu sein.

Aber ein Rock-Konzert in einer Kirche ist sicherlich etwas ganz Besonderes. Eine Kirche ist nicht unbedingt für Gelegenheiten wie diese gebaut worden und geeignet; der Sound kann nicht perfekt sein. Doch wir haben Glück bei diesem Konzert, wobei es am nächsten Abend in Groningen sehr viel besser klingen wird.

Für die deutschen Übersetzungen der gesprochenen Texte von Jean-François wurde Kim Altmeyer wieder eingeladen. Sie übersetzt unglaublich schnell und professionell, soweit ich das beurteilen kann, auch mühelos aus dem Korsischen. Eine Reihe ihrer Schüler ist ebenfalls mit von der Partie, darunter eine Geigenspielerin. Als letzte Zugabe spielt sie mit Laurence Dupuis “Diu Vi Salvi Regina”, begleitet von den Stimmen der Schüler, von Jean-François, Alain und Stéphane. Ein wunderschöner feierlicher Abschluss in dieser Kirche!

Als der Applaus verstummt ist und alle Besucher die Kirche verlassen haben, kommen Jean-Francois, Alain und Stéphane für eine letzte “Paghjella” noch einmal in die Eingangshalle zurück. Dort steht auch ein Tisch bereit, wo sie Autogramme geben können. Darüber hinaus beginnt Jean-François mit den Kindern einen lustigen Tanz im Kreis, dessen Schritte und Gesten er erstaunlich gut kennt. Sie müssen ihn schon häufiger praktiziert oder zumindest gut einstudiert haben. Alles in allem war es ein fantastischer und denkwürdiger Abend in Mainz. Ich frage mich, ob die Band am nächsten Tag, im Norden meiner Heimat, in Groningen, den gleichen Erfolg haben wird.

Eine Antwort für “Mainz – Deutschland 2010|”

  1. thouet marie-françoise sagt:

    bonjour petra et merci pour cette magnifique vidéo la jeune fille joue trés bien du violon et elle st accompagné par laurence en plus, cet instant vidéo me fait pensé au jours du concert i muvrini au zénith dans les coulisses il y a eu la même chose je pense que c’était la même classe car j’ai reconnue leurs professeur, encore merci a bientôt marie-françoise.

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